Ein Brunnen für Familie Katarurathna und ihre Freunde

Eines unserer ersten Projekte in Sri Lanka, war die Bohrung eines Brunnens für Familie Katarurathna und ihre Nachbarn.
Familie Katarurathna lebt in dem tropischen Ort Dedduwa. Auch wenn diese Region, bedingt durch das Klima, eine hohe Niederschlagsmenge aufweist, so ist sauberes Trinkwasser nicht für alle Dorfbewohner eine Selbstverständlichkeit. Die meisten Bewohner müssen das Wasser für den täglichen Gebrauch von einem zentralen Brunnen in der Ortsmitte mit Kanistern nach Hause bringen. Insgesamt wir für die Wasserbeschaffung sehr viel Zeit benötigt. Das führt dazu, dass die meisten Dorfbewohner lediglich den Bedarf an Trinkwasser mit nach Hause bringen. Wasser, welches zum Reinigen oder die persönliche Hygiene benötigt wird, kann deshalb in der Regel nicht aus dem Brunnen bezogen werden. In vielen Familien ist es daher überlich, das Regenwasser über Dächer aufzufangen, und dieses dann zum Reinigen oder Duschen zu verwenden. Abgesehen davon, dass das aufgefangene Regenwasser durch die Dächer und der zum Teil sehr schmutzigen Auffanggefäße alles andere als sauber ist, stellt sich dadurch eine gewisse Abhängigkeit zum Regen ein. In einigen Abschnitten des Jahres, bleibt der Regen sogar zu Teilen für mehrere Tage aus. Entsprechend verschärft sich die hygenische Situation in den Haushalten.


Da diese Verhältnisse kein menschenwürdiges Leben ermöglichen, haben wir in einem unterversorgten Teil des Ortes einen weiteren Brunnen anlegen lassen. Zu diesem Zweck haben wir eigens eine entsprechende Brunnenbohrausrüstung aus Deutschland mitgebracht, welche unter anderem bei den Bohrarbeiten eingesetzt wurde. Drei Arbeiter haben etwa zwei Wochen für die Bohrung des gut 13 Meter tiefen Brunnens benötigt. Das Erdreich ist in dieser Region sehr steinig, was die Arbeiten zusätzlich erschwert hatte. Grundsätzlich, und das können wir aus eigener Erfahrung bestätigen, ist das Bohren eines Brunnens mit einem Handbohrgerät (ohne Motor) eine körperlich sehr anstrengende Arbeit. Auch wenn der Brunnendurchmesser nur 15 Zentimeter beträgt, so sind diese völlig ausreichend um Wasser zu fördern.
Nachdem der Schacht gebohrt wurde, konnte ein perforiertes Kunstoffrohr (Stützrohr) zur Aufrechterhaltung der Brunnenwand installiert werden. Anschließend wurde ein dünneres Förderrohr in das Stützrohr eingeführt. Letztlich fördert eine kleinen Pumpe über das Förderrohr Wasser an die Oberfläche.

Dadurch, dass der Brunnen abschließend mit einer Betonplatte abgedeckt wurde, können keine Tiere, Verunreinigungen oder schädliches Sonnenlicht (Sonnenlicht begünstigt das Wachstum von Bakterien, Keimen und Algen) die Wasserqualität negativ beeinflussen.
Als zum ersten mal Wasser aus dem Brunnen gefördert werden konnte, standen einigen Personen Freudetränen in den Augen.
All diese Menschen möchten sich herzlichst bei den vielen Unterstüzern bedanken. Auch wir von der Sri Lanka – Nothilfe möchten uns für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken.

Ihr Team der Sri Lanka – Nothilfe

 

Projektnummer: 2012/002
Name: Katarurathna
Ort: Dedduwa
Begünstigte: > 10
Status: abgeschlossen