Adams Peek

Der Adams Peek ist ein 2243 Meter hoher Berg im zentralem Hochland der Insel. Er ist eine Pilgerstätte für viele Gläubige. Denn auf dem Gipfel des Berges befindet sich der „Sri Pada“, oder „heilige Fuß“, welcher eine Vertiefung (Fußabdruck) in den Fels des Gipfel darstellt. Je nach Glaubensrichtung wird der Fußabdruck unterschiedlich interpretiert. So sehen viele Buddhisten in der Vertiefung  den Fußabdruck Buddhas, einige Hinduisten  sehen darin den Fußabdruck Shivas,  einige Christen hingegen den Fußabruck Adams, als er die Erde betreten hat.
Auf dem Gipfel des Berges ist vor vielen Jahren ein buddhistisches Kloster errichtet worden. Wer dieses sowie die Aussicht erleben möchte, muss etwa 5500 Stufen erklimmen. Denn es existiert keine alternative Möglichkeit den Gipfel auf einem anderen Weg zu erreichen. Auch wenn man sich vielleicht den Überzeugungen einiger Gläubiger nicht anschließen kann, so ist es dennoch eine beeindruckende Reise, welche ihren ganz besonderen Reiz hat.

Der Adams Peek in voller Pracht.

Der Adams Peek in voller Pracht.

Der Weg über die vielen Stufen kann von Januar bis April erklommen werden. In dieser Zeit (Pilgerzeit) ist der Weg zum Gipfel beleuchtet und es finden sich an der Wegsäumung zahlreiche Teehütten in welchen man sich stärken kann. Diese sehen zum Teil sehr provisorich aus, tun aber ihren Zweck. Auch gibt es die Möglichkeit sich in einem Zelt für kleines Geld einen Schlafplatz für die Nacht zu mieten, wenn man vorhat den Berg in mehreren Etappen zu bezwingen. Zuvor sollte man beachten, dass der Aufstieg insbesondere im letzten Drittel sehr anstrengend ist. Auf der gesamten Strecke gibt es keine wirkliche medizinische Versogung. Patienten müssen nach unten getragen, und erst in der nächst größeren Stadt zur Behandlung transportiert werden. Auf Grund der massiven Zeitverluste im Ernstfall, kommt es immer wieder zu Todesfällen.
Der Aufstieg über die etwa sieben Kilometer kann aber in 5,5 Stunden absolviert werden. Vorausgesetzt es sind nur wenige Pilger auf den zum Teil sehr schmalen Wegen unterwegs. Traditionell beginnt man mit dem Aufstieg gegen 22 Uhr, sodass man rechtzeitig zum Sonnenaufgang gegen 5 Uhr auf dem Gipfel ist. Der Ausblick ist einfach schön. Denn der Berg ist der höhste in der Region, was fast schon einen guten Ausblick verspricht. Leider kann es vorkommen, dass aufsteigende Wolken die Sicht einschränken. Dennoch ist der Aufstieg ein besonderes Erlebnis.

Blick vom Abstieg des Adams Peek.

Blick vom Abstieg des Adams Peek.

Wenn man oben angekommen ist, darf man für den aktuellen Aufstieg sowie für jeden weiteren, vergangenen Aufstieg einmal die große Glocke leuten. So kann es vorkommen, dass hin und wieder ein paar Leute während des Leutens, richtig in Fahrt kommen.
Am Fuße des Berges finden sich zahlreiche Händler, welche Mützen und Schals zum Kauf anbieten. Denn auf dem Berg herrschen Temperaturen von teilweise unter 10°C. Darüber hinaus darf die Gipfelplattform nicht mit Schuhwerk betreten werden (Schuhe können oben abgestellt werden), was in Kombination mit dem dort anzutreffenden Wind, schnell unangenehm werden kann. Auf dem Gipfel warten viele Menschen auf den Sonnenaufgang und harren dort in der Kälte aus. Da sich alle in der gleichen Situation befinden, rücken deshalb alle schnell näher aneinander, und teilen das was sie zur Verpflegung oder zum Wärmen dabei haben, mit ihren Mitmenschen. Dadurch, sowie durch den Ausblick entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Dennoch empfehlen wir ein paar Dicke Socken einzupacken und unsere Zehenwärmer (erhältlich bei uns, ein Paar 1,50 €, Bestellung per E-Mail). Diese mit Sauerstoff reagierenden, stromlosen Heizkissen, können Sie zwischen zwei Sockenlagen einlegen. Die Kissen erzeugen Temperaturen von über 40°C über mehrere Stunden, und sorgen für warme Füße.